Neue Fotos!

Die Fotos des erlebnispädagogischen Seminars 2009 und der Pfingstfreizeit 2009 sind online und stehen in der Galerie zur Ansicht und zum fröhlichen Kommentieren bereit! 

Neuer Erlebnisbericht!

Zu finden unter Erlebnisberichte


Globetrotter Ausrüstung

Die Geschichte

Die Geschichte der Erlebnispädagogik

Relikt

Kurt Hahn gründete Anfang der 50er Jahre die DGfEE (Deutsche Gesellschaft für Europäische Erziehung e.V.) die sich u.a. zur Aufgabe gemacht hatte, sogenannte "Kurzschulen" einzurichten. Dort werden Jugendliche mit einer bestimmen Programmart konfrontiert, die ihnen beim Start für die "Fahrt des Lebens" dienlich sein sollte. Die erste Kurzschule war 1952 - 1975 in Weißenhaus (Ostsee) in Betrieb. Die zweite und die dritte Kurzschule entstanden in Baad (Kleinwalsertal) und Berchtesgaden. 1983 nutzte die DGfEE eine weiteres Haus in den Bergen bei Füssen. Hier wurde der Naturraum See nicht mehr in die erlebnispädagogische Arbeit einbezogen. Hierauf entwicktelte der Lüneburger Verein ein Konzept, das die DGfEE praktisch umsetzen wollte. Sie prägten den Begriff "Outward Bound" in Norddeutschland mit Projekten wie z.B. einem Dreimaster - Toppsegel- Schoner.

"Outward Bound" ist ein Begriff aus der englischen Seefahrt: Ein Schiff kann - zu großer Fahrt ausgerüstet - auslaufen. Dieses Bild wurde von Kurt Hahn auf die Erziehung übertragen. Der junge Mensch, der die Schule hinter sich gebracht hat und auf der Schwelle zum Erwachsensein steht, soll auf eine aktive und verantwortungsbewusste Lebenführung vorbereitet werden - auf seine "Fahrt ins Leben"!

Kurt Hahn hatte schon in den zwanziger Jahren das staatliche System kritisiert. Er erkannte frühzeitig, dass Pädagogik mehr beinhalten muss, als die Vermittlung von Wissen.

Die weltweite Ausbreitung der Kurzschulen nahm in Großbritannien ihren Ursprung. Die leichte Übertragbarkeit der viel Elemente des Konzeptes und seine große Offenheit bezüglich sozialer Herkunft, Nationalität, Rasse oder Religion der Teilnehmer begünstigte die Schnelle Ausbreitung. Seit 1941 wurden weltweit über 40 "Outward Bound Schools" gegründet, wobei inzwischen auch wieder Schließungen und Verlegungen zu berücksichtigen sind, so dass man 1985 von etwa 30 bestehenden Einrichtungen sprechen kann.

Fragt man nach dem heutigen Stellenwert der Kurzschulen, so muss man sich auf die grundlegenden Absichten Kurt Hahns bei der Entwicklung dieser Institutionen besinnen. Hahn wollte zuerst die persönliche Initiative fördern. Weiter plädierte er für mehr Sorgsamkeit. Hahn sorgte sich um den Verfall der körperlichen Tauglichkeit und setzte sich für mehr menschliche Anteilnahme ein. Er wird deutlich, dass diese Ziele auch in der heutigen Zeit noch durchwegs erstrebsam sind.